Du hast das Recht,

... dich sicher zu fühlen und glücklich aufzuwachsen.

Wir möchten, dass alle Kinder und Jugendlichen gut und gesund aufwachsen können. Misshandlungen, Missbrauch und Vernachlässigung sind gesetzlich verboten!

Wenn dir wehgetan wird, du verletzt wirst, dich jemand zu sexuellen Handlungen zwingt, dich online dazu auffordert, du etwas ansehen sollst oder du nicht gut versorgt wirst, dann ist es wichtig, dass du Hilfe bekommst.

Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wurde von sehr vielen Menschen, die in ihrem Beruf mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, eine Kinderschutzleitlinie erstellt. Diese gibt es in zwei Versionen. Eine für Fachkräfte, mit dem Ziel, dass die Fachkräfte besser vorbereitet sind, um dich zu schützen und zu unterstützen. Fachkräfte können z. B. Ärzte, Lehrer oder Sozialarbeiter sein. 

Diese Kinderschutzleitlinie gibt es auch direkt für Kinder und Jugendliche – sogar in verschiedenen Sprachen. Klicke einfach auf deine Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch oder Türkisch.

Für deinen Schutz und deine Sicherheit sind viele Menschen zuständig. Neben deinen Eltern oder Betreuern sind das die Fachkräfte, die in verschiedenen Bereichen arbeiten. 

Kinderrechte

Für jeden Menschen auf der Welt gelten die Menschenrechte. Kinder haben ganz besondere Rechte. Keinem Kind sollen die Kinderrechte vorenthalten werden. Kinderrechte sind Menschenrechte. Natürlich gelten diese Rechte auch für Jugendliche. Seit 1989 gibt es ein weltweit gültiges Grundge­setz: Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Damit haben Kinder ein Anrecht darauf, dass sie ausreichend versorgt und geschützt werden. Und sie haben das Recht, dass Erwachsene ihnen zuhören und sie beteiligen. Die Rechte der Kinder zu ver­wirklichen, ist eine Aufgabe für alle: Nur wenn möglichst viele Menschen mithelfen, kann es wirklich eine kindgerechte Welt geben.

Klicke diesen Link an, um den Film „Ihr habt Rechte“ zu starten.

Jugendschutz

 

Du hast Rechte, aber nicht alles, was gefällt oder geht, ist auch erlaubt!

Im Jugendalter spielen Medien, Drogen, Gruppenzwang und grenzüberschreitendes Verhalten eine  Rolle. Mehr denn je gilt es, sich, die Welt und den eigenen Platz in dieser zu finden. Dafür wird  ausprobiert, über Grenzen gegangen und mit den Erziehenden gerungen. Neue Erfahrungen können auch neue Probleme mit sich bringen! Wer, was in welchem Alter machen darf, ist im Jugendschutzgesetz geregelt. 

Hilfen und Unterstützung

Wenn du dich informieren möchtest oder dir etwas passiert ist, ist es wichtig, dass du Hilfe bekommst.

Misshandlungen, Missbrauch und Vernachlässigungen von Kindern und Jugendlichen sind ernste Vergehen und gesetzlich verboten.

Es ist immer schwer, jemanden um Hilfe zu bitten. Du kannst dich jederzeit direkt an alle Fachkräfte wenden:

  • Das heißt, du könntest dich z. B. im Krankenhaus vorstellen oder zum Jugendamt gehen. 
  • Dort könntest du erzählen, was dir passiert ist oder wie es dir geht. 
  • Es gibt auch Beratungsstellen für dich. 
  • Die meisten Jugendlichen wählen den telefonischen Kontakt. 
  • Dort lassen sie sich beraten, was sie als nächstes tun können. 
  • Die Menschen, die dort arbeiten, können mit dir zusammen überlegen, an wen du dich am besten wenden kannst.

Was ist eine Misshandlung, ein Missbrauch oder eine Vernachlässigung?

Es sind Handlungen, bei denen Kindern und Jugendlichen körperlich oder seelisch wehgetan wird, die sie verletzen, die gegen ihren Willen geschehen oder durch Unterlassung von Fürsorge und Schutz die Entwicklung der Heranwachsenden schädigen.

 

Diese Handlungen können unterschieden werden in:

… wenn dir weh getan wird:

  • du wirst geschlagen 
  • du wirst geboxt 
  • du wirst getreten
  • du wirst verbrüht  
  • du wirst verbrannt 

Um zu erfahren, was körperliche und seelische Gewalt ist, klicke diesen Link an.

… wenn: 

  • dir Angst gemacht wird 
  • du nicht beachtet und nicht geliebt wirst 
  • du alleine oder vor anderen schlecht gemacht wirst

Um zu erfahren, was körperliche und seelische Gewalt ist, klicke diesen Link an.

… wenn du: 

  • zu sexuellen Handlungen gezwungen wirst
  • jemanden anfassen sollst  
  • von jemandem angefasst wirst
  • mit sexualisierter Sprache belästigt wirst
  • dir pornografische Bilder anschauen musst
  • nackt oder mit wenig Kleidung fotografiert/gefilmt wirst

 

… wenn sich nicht gut und ausreichend um dich gekümmert wird. Dazu gehört: 

  • wenn niemand auf dich aufpasst.
  • dass du nicht genug zu essen und zu trinken bekommst.
  • dass du nicht unterstützt wirst.
  • dass dir nicht geholfen wird. 
  • dass du nicht gelobt und geliebt wirst. 
  • dass du keine Aufmerksamkeit erhältst.
  • dass du mit Medien und Geräten machen kannst, was du willst.

Eine Kindeswohlgefährdung kann auch online geschehen. Es beinhaltet z. B.: 

  • sich pornografische oder gewalttätige Bilder/Filme anzuschauen, diese zu erhalten oder zu versenden.
  • selbst fotografiert zu werden. 
  • beschimpft zu werden. 
  • beleidigt zu werden. 
  • erpresst zu werden.

Unter diesem Link findest du einen Film, indem erklärt wird, was Cybergrooming ist und an wen du dich wenden solltest

Hast du Gewalt erlebt?

Dann kannst du Hilfe bei Fachkräften oder bei deinen Eltern bzw. Betreuern oder anderen Vertrauenspersonen suchen. 

Es gibt ein Netzwerk zur professionellen Beweissicherung für Betroffene von Gewalt. Dieses Netzwerk heißt Netzwerk ProBeweis. Unabhängig von einer Anzeige bei der Polizei werden Beweise professionell gesichert. Dies ermöglicht, auch später noch gegen den Täter vorzugehen. Klicke hier, um mehr zu erfahren.

Jeder Mensch reagiert anders auf Erlebnisse und braucht vielleicht Hilfe.
  • Ich verletze mich selbst.
  • Ich streite mich mit anderen.
  • Ich habe Alpträume.
  • Ich will nicht reden.
  • Ich habe Angst.
  • Ich möchte etwas kaputt machen.
  • Ich glaube nicht, dass mir jemand helfen kann.
  • Ich glaube nicht, dass mich jemand versteht.
Erkennst du dich wieder?
Hier findest du Ansprechpartner und Telefonnummern:

Beratungsangebote

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Jedes Kind hat das Recht, sich sicher zu fühlen
und glücklich aufzuwachsen.

Misshandlungen, Missbrauch und Vernachlässigung sind gesetzlich verboten!